Was ist Parodontitis?


„Wenig oder keine Mühe zur Zahnreinigung aufzuwenden ist im Allgemeinen der Grund für alle Krankheiten, welche die Zähne zerstören“ (Fauchard, 1746 )

Die Parodontitis (ältere Bezeichnung Parodontose) ist ein durch Bakterien verursachter Entzündungsprozess des Halteapparates des Zahnes, welcher zum Ausfall des berührten Zahnes führt. Die Bakterien kommen in Zahnbelägen (so genannten Plaque) vor, welche über längere Zeit an der Oberfläche des Zahnes oder des Zahnfleisches verblieben sind. Ohne Bakterien gäbe es auch keine Parodontitis.

Bei einem gesunden Zahnbett ist die Tasche zwischen Zahn und Zahnfleisch etwa 1-3 mm tief.



Falls an Zahn und Zahnfleisch Bakterien beinhaltender Plaque nicht entfernt wird, verfolgt der Parodontologe nach einigen Tagen die Entstehung einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis). In diesem Falle kommt es vor, dass das Zahnfleisch beim Putzen oder Zubeißen blutet.



Nach einiger Zeit dringen die Bakterien in die Zahnfleischtasche ein und bilden an der Oberfläche der Zahnwurzel Zahnsteine (Konkremente) und den die Bakterienkolonien beinhaltenden Biofilm. Gleichzeitig damit geht eine Knochenresorption (Knochenrückbildung) einher. Die Tiefe der Tasche beträgt 4-5 mm.


Unbehandelt wird diese Tasche immer tiefer und der Knochen um den Zahn bildet sich langsam zurück, letztendlich beginnen die Zähne zu wackeln und müssen unweigerlich entfernt werden.



Dazu ist es wichtig festzustellen, dass dieser Prozess in jedem Stadium aufgehalten werden kann, allerdings lassen sich rückgebildete Knochen nur in gewissen Fällen regenerieren (der Parodontologe klärt Sie gern darüber auf). Von Schlüsselbedeutung für die Aufnahme der Behandlung und langfristige Erfolge gilt das Erlernen und die Kontrolle der richtigen Technik des Zähneputzens. Die Behandlungen nimmt der Parodontologe im Team mit dem Dentalhygieniker vor.